141 : Methodische Leckerbissen

Klappentext

Klappentext

Die Ernährung als eine Möglichkeit und ein Ausdruck selbstbestimmten Lebens ist in aller Munde. Dennoch ist die grundlegendste kulturelle Errungenschaft des Menschen – Ernährungssouveränität – kein selbstverständliches Bildungsgut. Der Nachholbedarf in Sachen Ernährungsbildung ist evident.

Das vorliegende schulheft klärt Grundbegriffe der Ernährungspädagogik und zeigt die vielfältigen Dimensionen und Perspektiven zur Herangehensweise an das Lernfeld Ernährung auf. In Anlehnung an den Referenzrahmen für die Ernährungs- und VerbraucherInnenbildung in Österreich liegt hier der Schwerpunkt auf Hochschuldidaktik, sieben fachspezifische Methoden zur Theorie und Praxis der Ernährungsbildung werden vorgestellt.

Inhalt

Inhalt

Grundlagen und Grundbegriffe


Ursula Buchner
Grundlagen und Grundbegriffe
Ernährungspädagogik
Fachdidaktik Ernährung 
Methodenkonstruktion
Ernährungspraxis
Legitimationen

Ursula Buchner
Lernen im Lernfeld Ernährung
Begriffe lernen
Methode 1: Symbolkarten Inhaltsstoffe
Strukturen lernen
Methode 2: Eine Denkstruktur zu "gesunde Ernährung" entwickeln

Fachspezifische Unterrichtsmethoden

Gerda Kernbichler
Fachspezifische Unterrichtsmethoden
Ästhetisches Lernen
Methode 3: Verkostung als Methode zur Bewusstseinsbildung

Gabriela Leitner
Naturwissenschaftliche Zugänge zum Lernfeld Ernährung
Methode 4: Versuche als Mittler im Erkenntnisprozess

Gabriela Leitner
Ernährungskultur ­ Ein Blick über den Tellerrand
Methode 5: Ernährungsbiografisches Lernen

Gabriela Leitner
Entscheidungen fällen
Methode 6: Dilemmalernen ­ Dilemmadiskussion

Ursula Buchner
Ernährungspraxis im Unterricht
Methode 7: Nahrungszubereitung im Unterricht

Anhang
Der Referenzrahmen für die Ernährungs- und Verbraucherbildung in Österreich
Literaturverzeichnis

Vorwort

Vorwort

Die Debatte rund um Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung in der Schule ist ein bildungspolitisches Dauerthema, das, nicht zuletzt angeregt durch medial aufbereitete internationale Vergleichsstudien, auch ins öffentliche Bewusstsein gerückt wird. Das Verständnis von Bildung wäre zu kurz gefasst, würde man sich dabei nur auf die in den sogenannten Hauptfächern definierten Kompetenzen beschränken. Die aktuelle Bildungsdiskussion eröffnet für alle Fächer die Chance, ihren Beitrag zur (Allgemein)Bildung aufzuzeigen und die Kompetenzen, die eine zeitgemäße Grundbildung im jeweiligen Lernbereich definieren, offen zu legen.

Der 2008 vom Thematischen Netzwerk Ernährung publizierte Referenzrahmen für dieDer 2008 vom Ernährungs- und Verbraucherbildung in Österreich definiert die zu erreichenden Grundkompetenzen, das vorliegende Methodenmanual bietet darauf aufbauend ein grundsätzliches Rüstzeug für das fachspezifische Methodentraining. Das Methodenhandbuch erhebt in der vorliegenden Form keinen Anspruch auf Vollständigkeit im Sinne eines Lehrbuchs Fachdidaktik Ernährung, sondern gibt Anstoß zu einer vertiefenden Auseinandersetzung mit Fragen der eigenen unterrichtlichen Tätigkeit im Lernbereich Ernährung.

Die Nachfrage nach fachdidaktischer Literatur im Lernbereich Ernährung ist nicht allzu groß. Aus der Tatsache, dass es im Fächerkanon der Allgemein Bildenden Schulen kein Pflichtfach ,,Ernährung" für alle 10­14-Jährigen gibt, könnte man ja auch schließen, dass dem Lernbereich Ernährung keine ,,Bildungswürdigkeit" im Sinne einer Allgemeinbildung zusteht. Die Autorinnen sind jedoch überzeugt, dass der AHS-Fächerkanon ein Produkt der Geschichte der Allgemeinbildung ist und es in der Konsumgesellschaft von heute eigentlich ein Recht für Kinder und Jugendliche auf Ernährungsbildung geben muss. Diesem Recht auf Grundbildung im Lernbereich Ernährung soll zum Durchbruch verholfen werden, indem die Fachdidaktik Ernährung ­ im weitesten Sinne als Vermittlerin zwischen Inhalt und Bildung verstanden ­ auch als wissenschaftlich betriebene Disziplin vorangetrieben wird und Erkenntnisse, die als bedeutsam erachtetet werden, publiziert werden.

Die Autorinnen sind langjährig in Fachdidaktik Ernährung tätig und teilen die Erfahrung, dass eine theoriengeleitete Didaktik der Ernährungsbildung dem eigenen unterrichtlichen Handeln Orientierung gibt, die Qualität des Unterrichts verbessert und die Arbeitszufriedenheit steigert. Professionsbewusstsein im Lehrberuf verlangt eine reflektorische Auseinandersetzung mit grundlegenden fachdidaktischen Fragestellungen. Das Handbuch gibt Anregungen dazu und Rüstzeug für ein fachspezifisches Methodentraining. Mit dem Methodenmanual soll ein Beitrag zur Qualitätssicherung in der Lehramtsausbildung in den einschlägigen Studienfachrichtungen geleistet und ein Anstoß für die Fortsetzung der fachdidaktischen Dialoge in Richtung einer systematischen Erforschung der Lernwirksamkeit von Unterricht in Ernährung gegeben werden.

Für die aus unterschiedlichen Bezugsfächern kommenden KollegInnen, die Unterrichtsarbeit im Lernbereich Ernährung leisten, bietet das vorliegende Handbuch Einblick in die fachspezifischen Bildungsanliegen im Lernbereich Ernährung und hilft mit, den Timelag zwischen den Vorstellungen in den Köpfen und den fachdidaktischen Entwicklungen im Lernbereich Ernährung zu verringern.

Die Autorinnen, allesamt Teilnehmerinnen im Thematischen Netzwerk Ernährung, danken den HerausgeberInnen für die Möglichkeit, ein Handbuch zur Didaktik der Ernährungsbildung in der Serie ,,schulheft" zu publizieren.

AutorInnen

AutorInnen

Redaktion

Ursula Buchner
Gerda Kernbichler
Gabriela Leitner

AutorInnen

Ursula Buchner, Pädagogische Hochschule Salzburg; Studienfach Ernährung und Haushalt für das Lehramt an Pflichtschulen.

Gabriela Leitner, Lehrerin am Bundesrealgymnasium Waidhofen an der Ybbs; Mitarbeiterin in der Fort- und Weiterbildung, Fachbereich Ernährung und Gesundheit an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Krems.

Gerda Kernbichler, Pädagogische Hochschule Steiermark, Institut 2 - Allgemeinbildende Pflichtschulen einschließlich Vorschulstufe ­ Ausbildung, Fachkoordinatorin Ernährung und Haushalt.

Lektorat:
Gerda Kernbichler unter Mitarbeit von Maria Schuh (Dolceta Koordinatorin für Österreich: www.dolceta.eu) und Klara Schranz (Diätologin, Pädagogische Hochschule Vorarlberg)

Grafiken: Sabine Kernbichler

Horst Bethge, AG Bildungspolitik der Partei die Linke, PädagogInnen für
den Frieden, Hamburg
Christoph Butterwegge, Univ. Prof., Leiter der Abteilung für Politikwis-
senschaft, Geschäftsführender Direktor des Seminars für Sozialwis-
senschaften an der Universität zu Köln
Hannes Hofbauer, Historiker, Journalist, Verleger, Wien
Adalbert Krims, Journalist, Herausgeber der Zeitschrift "Kritisches
Christentum", Wien
Gerald Oberansmayr, Solidarwerkstatt Österreich
Manfred Sauer, Vorstandsmitglied der österreichischen MedizinerIn-
nen gegen Gewalt und Atomgefahren OMEGA, Österr. Sektion der
Internationalen Ärzte/Ärztinnen zur Verhütung des Atomkrieges
IPPNW, Wien
Peter Strutynski, Politikwissenschaftler, AG Friedensforschung, Spre-
cher des Bundesausschusses Friedensratschlag, Kassel
Winfried Wolf, Aktivist im Bündnis Bahn für Alle; Sprecher der Bahn-
fachleutegruppe Bürgerbahn statt Börsenbahn (BsB), Mitglied im
wissenschaftlichen Beirat von attac, Mitglied im Beirat von SALZ

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Studienverlag: Schulheft 141