158 : Linke Positionen gibt's die noch? Materialien und Reflexionen

Klappentext

Klappentext

Was ist geblieben vom „linken Aufbruch“ der 70er und 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts?

Damals war das Adjektiv „links“ schnell bei der Hand, teilweise für Positionen, die heute als „neoliberal“ verschrien sind – wie z.B. „Selbstverwirklichung“. Ist es wirklich so, dass mit der neoliberalen Wende alles „Linke“ verloren gegangen ist?

In diesem schulheft untersuchen wir, was an originär österreichischen Positionen heute noch Gültigkeit beanspruchen kann. Wir liefern dazu historische Materialien und Reflexionen von LehrerInnen aus heutiger Sicht.

Inhalt

Inhalt

Barbara Falkinger, Michael Sertl
„Wir lernen im Vorwärtsgehn“ (Proletenpassion 1976)

 

Materialien

Norbert Kutalek
Schule und Gesellschaft

Julius Mende
Was ich von Holzkamp über Erziehung lernte

Versuch einer theoretischen Orientierung im Nachhinein

Elke Renner
schulheft für den Frieden – was sonst ?

Heidrun Pirchner
Woher kommen wir, wohin gehen wir?

Die Österreichischen LehrerInnen-Treffen und die Entstehung der ÖLI-UG

Gary Fuchsbauer im Interview mit Gabriele Atteneder und Eva Hötzendorfer
35 Jahre LehrerInnen-Initiativen: Zum Stand der Dinge

 

Reflexionen

Wanda Grünwald
Links hat mit Bewegung zu tun. Und mit einer Richtung.

Links ist kein Pfad im Internet

Heidi Königshofer
„Und morgen nehmt ihr nur Rucksack mit Jause mit …“

Gabi Lener
Gedanken zu linken Positionen in der Pädagogik und Bildungspolitik

Stefan Vater
Was ist links?

Lorenz Glatz
Vorwärts, müssen wir zurück?

Mein mangelndes Verständnis für Bildung und Pädagogik

 

AutorInnen

Vorwort

Vorwort

„Wir lernen im Vorwärtsgehn“
(Proletenpassion 1976)

Nein, es war nicht so, dass uns der Besuch der Neuauflage der „Proletenpassion 2015ff“ auf die Idee gebracht hat, die linken Spuren in Pädagogik und Bildungspolitik zurückzuverfolgen. Obwohl diese zündende Schluss-Nummer in einer wirklich großartigen und mitreißenden Neuinterpretation der Proletenpassion (durch das Wiener Theater Werk X) darauf hinweist, dass „die Linke“ und das Thema „Lernen“ irgendwie zusammengehören. Aber da war schon vorher die Herausgabe der Aufsätze von Norbert Kutalek, die Oskar Achs unter dem Titei „Spuren und Positionen linker Bildung“ 2013 besorgt hat. Diese wichtige und erfreuliche editorische Arbeit hat mich (Michael Sertl, MS) angeregt, doch einmal nach weiteren linken Positionen zu suchen. In erster Linie habe ich dabei an den zu früh verstorbenen Julius Mende und den „Bund demokratischer LehrerInnen“ gedacht. Eine zweite Spur, die ich verfolgen wollte, war die der damaligen „Innsbrucker Gruppe“ (Peter Seidl, Peter Gstettner, Susanne Dermutz). Diese Gruppe bildete in der Frühzeit des schulhefts das zweite redaktionelle Standbein. Apropos schulheft: Natürlich waren wir das Forum für die Vielfalt der linken bildungspolitischen Positionen in Österreich. Das schulheft liefert sicher eine ganze Menge an Stoff zum Thema. Ich denke z.B. an die Jubiläums-Nummer zum Thema „Gesamtschul-Geschichte“ (102/2001), die eine zentrale Position der Linken, die Gesamtschule, ausführlich dokumentiert, historisiert und theoretisiert. Die Frage, die hier herausgearbeitet werden soll, ist die, was denn das spezifisch Linke sein soll, wenn es um Schule und Bildung geht. Genauer: Wie hat der einschlägige Diskurs in Österreich ausgesehen, nach 1945, bzw. in der linken Hochzeit der 1970er und 80er Jahre?

Ich (Barbara Falkinger, BF) habe mich von Michaels Idee zu dieser Nummer deshalb angesprochen gefühlt, weil ich da eine ganze Liste von ursprünglich linken Positionen vor mir sehe, die in den letzten 30 Jahren eine Veränderung durchlaufen haben. Wenn ich an die Gesamtschuldiskussion denke und auch die Schulreformdiskussionen durchgehe, dann war einiges links in den 70ern, was entweder inzwischen Standard ist oder was dem bürgerlich-grünen Spektrum zuzurechnen ist oder gar als neoliberal gilt. So kam es in unseren redaktionellen Diskussionen zu einer Sammlung von Positionen und ihren Veränderungen manchmal direkt erkennbar, manchmal von hinten herum; die Liste ist sicher unvollständig und soll auch als Anregung zum Weiterdenken dienen:

– Antiautoritäre Erziehungszugänge, als Antwort auf ein konservativ-reaktionäres, Gewalt verherrlichendes Bildungswesen gedacht, erfuhren auch Laissez-faire-Wendungen ohne Verantwortung für eine Gemeinschaft (Gesellschaft).
– Alternative Vermittlungsmethoden sollen Menschen frei und selbsttätig und kritisch werden lassen. Heute dienen sie unter dem Label „Reformpädagogik“ als erziehungswissenschaftliche
Versatzstücke für neoliberale Schulreformen
– Nicht jedeR lernt gleich! Viele MitstreiterInnen der Integrationsbewegung verstehen sich als links und haben auch ihr Engagement so verstanden – nicht als inklusives Einsparpotenzial!
– Alternativen zum Leistungsprinzip wurden gesucht – mit beherzter Beteiligung und ganz nah an der Basis! Was wir bekommen haben, sind neoliberale Maximen wie „Du kannst es,
wenn du willst und dafür brennst!“ Mach dein Ding und zieh es durch.
– Kein Kind soll zurückgelassen werden – eine Gesamtschulforderung, aber auch eine Forderung nach Individualisierung und innerer Differenzierung; ein hohes Potential für Ausgrenzung und versteckte Selektion.
– Von vielen LehrerInnen geforderte Selbstgestaltungs- und Mitbestimmungsrechte wurden z.B. in eine Jahresnorm gepackt, geforderte Autonomie beschränkt sich auf finanzielle „Mangelverwaltung“ an den Schulstandorten.
– Gegen Ausgrenzung und Diskriminierung – das wär doch ein linker Wert! Heute wird die Vielfalt zur ökonomischen „Ressource“ und ist mit entsprechenden Erwartungen belegt.

Unsere Suche nach den linken Positionen in der Vergangenheit, die zugegebenermaßen nicht sehr systematisch war, entwickelte sich enttäuschend. Die Hoffnung, bei den „Innsbruckern“ auf linke, explizit politische Positionen zu stoßen, wurde nicht erfüllt: Deren Zugang war eher ein immanent erziehungswissenschaftlicher; ihr Thema war die „Schulreformkritik“. Etwas Programmatisches, im Sinne einer politischen Positionierung, war da nicht zu finden. Bleiben also Norbert Kutalek und Julius Mende. Von ersterem haben wir einen Text ausgewählt, der insgesamt viermal bzw. sogar fünfmal abgedruckt wurde, wenn wir die Neuauflage 2013 mitrechnen: Wir übernehmen hier den Titel der Neuauflage: Schule und Gesellschaft. (Ursprünglich war das ein Nachwort zu einer Publikation von Julius Mende.) Norbert Kutalek war ganz zweifellos die zentrale Figur, wenn es um die politische und soziologische Reflexion der Schule in Österreich ging. Und er war auch ein einsamer Leuchtturm für uns beide in unserer Zeit als StudentInnen an der Pädagogischen Akademie in Wien (MS Jg. 1951; BF Jg. 1968). Bei seinen Prüfungen war es Usus, auch mal ein Gedicht von Bertolt Brecht (Fragen eines lesenden Arbeiters) oder eine Arbeitslosenstatistik vorgelegt zu bekommen, und zwar mit der Frage: Und was heißt das für den Unterricht in der Hauptschule? Was ich (MS) bis heute als sozialwissenschaftliche Maxime von Norbert Kutalek mitgenommen habe und was hier als wesentliches Element einer linken Herangehensweise festgehalten werden soll, war die Frage nach dem cui bono: Wem nützt das jetzt?

Natürlich würden wir auch im umfangreichen und leider nicht zusammenfassend editierten Werk von Julius Mende Aufsätze finden, die so etwas wie eine Kritik der politischen Ökonomie der Schule leisten; oder Aufsätze zu seinem didaktischen Hauptthema: zur Werkerziehung, genauer zur polytechnischen Erziehung als einer für die Linke wesentlichen Facette der Bildung. Wir haben hier aber einen Aufsatz ausgewählt, der die „antiautoritäre Bewegung“, eine andere Spielart des Links-Seins in Österreich, reflektiert. Und das Reflektieren ist hier wörtlich zu nehmen: 20 Jahre nach seinen einschlägigen Erfahrungen als Exponent der Wiener „1968er“ und als Pionier der kommunenartigen Wohngemeinschaften und selbstorganisierten Kindergruppen schickt sich Julius Mende an, diese Erfahrungen mit dem inzwischen erworbenen (marxistischen) Wissen kritisch zu analysieren. Er rekurriert dabei auf die Überlegungen von Klaus Holzkamp. Beim Wiederlesen fällt mir, leicht erschreckt, auf, dass wir damit eigentlich einen „Import“ der damaligen bundesdeutschen Diskussion als „österreichische Position“ ausgewählt haben. Aber bei einer internationalistischen Bewegung wie der Linken soll man nicht kleinlich sein. Und man hätte Julius Mende gründlich missverstanden, wenn man seinen Artikel auf das bloße Referat der Holzkampschen Thesen reduzieren würde. Dieser Text liefert handfeste Kritik, und zwar, typisch für Julius Mende, Kritik aus der Position des Betroffenen, also Selbstkritik. Er kritisiert sowohl den „kleinbürgerlichen Moralismus“ der antiautoritären Bewegung als auch die „Blauhemdenerziehung“ mit links gewendetem Autoritarismus, wie er im „sowjetischen“ Einflussbereich üblich war, zu dem damals die KPÖ gehörte.

Wir haben diesen Text auch deshalb gewählt, weil er ein theoretisches Niveau liefert, das in der österreichischen Linken in Bezug auf Erziehung selten erreicht wurde.1 Schön übrigens, dass wir mit Lorenz Glatz noch einen zweiten Vertreter der Wiener Kinderladenbewegung mit seinen Reflexionen in diesem Heft vertreten haben.

 Wir haben eine Zeitlang darüber nachgedacht, den Grundsatzerlass Politische Bildung als dritten Leittext für diese Periode abzudrucken. Schließlich haben daran viele Linke mitgearbeitet und dieser Erlass ist bis heute Grundlage und Legitimation für politischen und kritischen Unterricht, der auch linke Positionen beinhaltet. Wir haben dann doch davon Abstand genommen:

1. weil er nicht wirklich ein linker Text ist (s. z.B. die unsäglichen Passagen zur „Umfassenden Landesverteidigung“ u.a.), und 2. weil er jederzeit ganz leicht im Internet herunterzuladen ist. Was die Qualität eines „Leittextes“ betrifft, so bleiben wir dabei. Ein solches Dokument eines zumindest teilweise widerständigen Geistes gibt es im offiziellen Lehrplanwerk kein zweites Mal.

Was die linken Bewegungen betrifft, greifen wir zwei heraus: die Friedensbewegung bzw. die „Lehrer/innen für den Frieden“, und die Österreichischen LehrerInnentreffen, aus denen dann die ÖLI-UG entstanden ist. Elke Renner lässt in ihrem Artikel noch einmal die Etappen der Friedensbewegung an Hand der einschlägigen schulheft-Nummern Revue passieren. Heidi Pirchner zeichnet in ihrem „Geburtstagsartikel“ zu 25 Jahre ÖLIUG eine Geschichte einer LehrerInnenbewegung nach, die eine wichtige kritische Stimme in der Bildungspolitik ist, getragen von Menschen, die sich nicht von Parteipolitik und Postenschacher vereinnahmen lassen. ÖlI-UG als einzige kritische (linke?) Konstante neben dem schulheft?? Ergänzt wird der Artikel aus dem Jahre 2004 durch ein Interview, das Gabi Atteneder und Eva Hötzendorfer mit Gary Fuchsbauer geführt haben, der die Arbeit und die Entwicklungen der letzten 10 Jahre pointiert zusammenfasst und kommentiert. Ursprünglich war auch ein ähnlicher Resümee-Artikel für die feministische Schulkritik vorgesehen, derleider nicht zustande gekommen ist. Aber hier gilt, was schon für die linken Positionen gesagt wurde: Das schulheft ist eine Fundgrube für programmatische Artikel, gerade auch in diesem Bereich. Wir haben immer wieder Schwerpunktnummern dazu veröffentlicht. Ähnliches gilt natürlich für Themen wie kritische Umwelterziehung, „3. Welt Pädagogik“, wie das damals geheißen hat, u.a.m.

Im zweiten Teil geht es um Reflexionen: Gibt es noch so etwas wie „linke Positionen“ in der Pädagogik? – Dieser Frage wollen wir in einem „virtuellen Roundtable-Gespräch“ nachgehen. Die GesprächspartnerInnen gehören verschiedenen Generationen an, „politische Köpfe“, die entweder in der pädagogischen Praxis stehen oder im Wissenschaftsbetrieb tätig sind. Anhand unserer Materialien stellten sich Wanda Grünwald (Jg. 1968), Heidi Königshofer (Jg. 1960), Gabi Lener (Jg. 1966), Stefan Vater (Jg. 1971) und Lorenz Glatz (Jg. 1948) den Fragen:

Was ist, was war „links“?
Was ist heute noch gültig?

Wo sind Ansätze zur Verwirklichung? Muss sich „Linkes“ irgendwie verwirklichen?

Wenn ich mich (MS) jetzt selbst prüfe und frage, was denn für mich heute noch links heißt, – und mit links meine ich das, was über das Kritische, Humanistische, Emanzipatorische hinausgeht, das ja auch im Linksliberalen oder in der christlichen Soziallehre gut aufgehoben ist – dann würde ich zwei Positionen nennen:

1. Ich vertrete inzwischen einen ziemlich rigorosen Klassenstandpunkt; also ich prüfe alle pädagogischen Inhalte und Formen darauf, ob sie tatsächlich dem Lernfortschritt der Kinder aus nichtprivilegierten Milieus nützen oder nicht. Das ist meine Variante des Kutalekschen cui bono. Diese Rigorosität hat auch zu interessanten Kontroversen zwischen uns beiden geführt. Ich bin halt gar nicht so überzeugt, dass die reformpädagogischen Modelle des Offenen Unterrichts, die Individualisierung und Heterogenisierung usw. tatsächlich einen Fortschritt für die Kinder aus Arbeitermilieus bringen. Ich sage: eher im Gegenteil! Ich plädiere für Unterricht mit klaren Regeln und sicht- und nachvollziehbaren Lernzielen, die sich nicht in „Entwicklung von Persönlichkeit“ erschöpfen. Aber diese meine Position hab ich oft genug im schulheft dokumentiert, zuletzt wieder in der Nummer über „Bildungsdünkel“.

2. Ich würde gerne eine, früher einmal „materialistisch“ genannte, philosophische Tradition aufrechterhalten. Ich meine damit, dass alle theoretischen Begründungen einer Rückbindung

an kritische, aber grundsätzlich positiv empirische natur- und sozialwissenschaftliche Analyseverfahren bedürfen; und an die soziale Praxis von Menschen und Menschheit in ihrer Auseinandersetzung mit den materiellen Gegebenheiten. Klingt im Zeitalter der Virtualität irgendwie veraltet! Ich kann dazu nur sagen: Ich glaube nicht daran, dass der 3D-Drucker den Materialismus in Frage stellt.

Und mir fällt da noch ein drittes Element ein, ein Punkt, bei dem es „moralisch“ wird und bei dem ich mich gar nicht wohl fühle. (Was für ein überraschender Einschub: Links sein und wohl fühlen!?) Links Sein muss heißen: Widerstand leisten! Zugegeben, wir müssen dabei nicht gleich an die WiderstandskämpferInnen gegen Faschismus und Nationalsozialismus denken, an die man sich erfreulicher Weise zur Zeit recht prominent erinnert. Aber ohne die Bereitschaft zum aktiven Widerstand wird‘s wohl kein Links Sein geben. Aber was heißt jetzt Widerstand? Bei Demonstrationen schläft mir manchmal das Gesicht ein. (Aber natürlich erkenne ich ihre Notwendigkeit im Sinne von „Öffentlichkeitsarbeit“ an!) Noch wichtiger erscheint mir der konkrete Kampf um demokratische Mitbestimmung am Arbeitsplatz. In meinem Fall hab ich die kämpferische Personalvertretungsarbeit an der PH (Dienststellenversammlungen erzwingen, alternative Kandidaturen durchsetzen …) als wirklich bereichernd erlebt; auch wenn dieser Kampf, was die Demokratisierung betrifft, erfolglos war … und viel Kraft gekostet hat. Dieses hier von mir formulierte „Widerstandsgebot“ sollte also ergänzt werden: Es geht darum, mit den Widersprüchen und den eigenen Kräften „dialektisch“ und balancierend umzugehen. Sprich: Man darf sich auch wieder aus der „direkten Kampfzone“ zurückziehen.

 Für mich (BF) – als Kind der 70er Jahre, aufgewachsen am Land, politisch links sozialisiert in den späten 80er und 90er Jahren in Österreich und Großbritannien, geprägt von der Antiatombewegung, der Friedensbewegung, den Socialist Workers, der ÖH-Basisgruppe und der Grünen Bewegung – was ist für mich heut noch links?

– Fragen stellen, Widersprüche erkennen und zulassen, problemorientiert denken.
– Selbstermächtigung – „Empowerment“ – Beteiligung – basisdemokratische Prozesse fördern.
– Herrschaftsstrukturen durchschauen und sich dagegen auflehnen

– zumindest nicht arrangieren.
– Hierarchien – hierarchische Strukturen zerschlagen oder ignorieren.

– Strukturelle Benachteiligungen erkennen – Gründe aufzeigen – dranbleiben!

– Schule für alle – Strukturen und Ressourcen, die einen Umgang mit der Heterogenität ermöglichen.
– Anarchische Widerständigkeit – in Hinblick auf Marktmechanismen und Konsum.

– Soziale Benachteiligungen aufzeigen – Glück/Unglück nicht individualisieren.
– Global denken und lernen – soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit mitdenken.

– Solidarisch denken – Solidarität mit Minderheiten, Ausgegrenzten, auf der Seite der Schwächeren.
– Gemeinsames, komplottierendes, politisches Vorgehen.

– ….

An die werten LeserInnen: Was ist für dich heut noch links?

Barbara Falkinger, Michael Sertl

 

 

1 Hier ist natürlich Bernd Hackl zu erwähnen, der die Holzkampsche Lerntheorie in den österreichischen erziehungswissenschaftlichen Diskurs eingeführt hat.

 

AutorInnen

AutorInnen

Gabriele Atteneder, BMHS-Lehrerin für Biologie und Kunst, Schulmediation und Gestaltpädagogik. Diverse Schulprojekte mit ökosozialen Themen im Zusammenhang mit Kunst. Mitglied der ÖLI-UG seit 1985, eine Periode in der Landesleitung der Gewerkschaft und im Fachausschuss BMHS OÖ. Seit Jänner 2015 im Zentralausschuss BMHS.

Barbara Falkinger, NMS-Lehrerin in der Lerngemeinschaft 15 in Wien, Mediatorin. Seit 2002 Mitherausgeberin der schulhefte.

Josef Gary Fuchsbauer, BMHS-Lehrer für Mathematik und Religion, Litec Linz, Mitglied im Zentralausschuss BMHS seit 1990, Koordinator des Schulversuchs HTL-Reife- und Diplomprüfung für Lehrlinge.

Lorenz Glatz, AHS-Lehrer bis zur Pensionierung (Fächer: Griechisch, Latein, zuletzt auch Informatik). Mitglied der Redaktion der Zeitschrift „Streifzüge. Magazinierte Transformationslust“.

Wanda Grünwald, Volksschullehrerin in Wien und seit vielen Jahren politische Aktivistin in verschiedenen Bereichen.

Eva Hötzendorfer, BMHS-Lehrerin i.R. für Geschichte und Psychologie, Philosophie und Pädagogik (PPP). Zertifizierter Abschluss des Hochschullehrgangs „Politische Bildung für Lehrer und Lehrerinnen“ und des Lehrgangs für Gestaltpädagogik. Mitglied der ÖLI-UG seit 1984, zweimal für die ÖLI-UG in der Landesleitung der Gewerkschaft und bis 2013 im Fachausschuss BMHS OÖ.

Heidi Königshofer, Lehrerin seit 1986. Unterrichtet an einer AHS in Wien Favoriten Deutsch/Geschichte/Politische Bildung. Schulmediation/PEER Mediation.

Norbert Kutalek, Bildungssoziologe, Leiter der Sozialakademie 1986-93, Professor an der Pädagogischen Akademie. Gest. 2014

Julius Mende, Professor an der Pädagogischen Akademie und an der Akademie der bildenden Künste. Gest. 2007

Heidi Pirchner, AHS-Lehrerin i. R.

Elke Renner, AHS-Lehrerin i. R.

Michael Sertl, Soziologe, ehemaliger Hauptschullehrer, PH Wien (seit Nov. 2014 im Ruhestand). Forschungsschwerpunkte: Schule und soziale Ungleichheit; Soziologie der Schule und des Unterrichts. Seit 1978 Mitherausgeber der schulhefte.

Stefan Vater, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Verbands Österreichischer Volkshochschulen. Lehrbeauftragter für Genderstudies und Bildungssoziologie an der Universität Wien und Fribourg (CH).

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