165 : Strategien für Zwischenräume. Ver_Lernen in der Migrationsgesellschaft

Klappentext

Klappentext

Wenn von Lernen die Rede ist, stehen zumeist die Aneignung von Wissen und das Entwickeln von Kompetenzen im Zentrum. Wie sieht es aber mit den Kenntnissen aus, die wir uns bereits angeeignet haben? Was tun, wenn dieses Wissen Gleichberechtigung behindert  und die Möglichkeiten des Lernens beschränkt? Welche Glaubenssätze, Logiken, Routinen, Umgangsweisen und Strukturen müssen wir in Frage stellen, wenn wir uns für emanzipatorische Bildungsprozesse frei machen wollen? Was müssen wir also im Hinblick auf eine demokratischere Gesellschaft lernen und verlernen, als Schüler_innen und als Lehrende?

Diesen Fragen geht das vorliegende schulheft anhand des Projekts „Strategien für Zwischenräume. Neue Formate des Ver_Lernens in der Migrationsgesellschaft“ nach, in dem Jugendliche, Vermittler_innen, Wissenschafter_innen und Künstler_innen gemeinsam antidiskriminatorische Lehr- und Lernformate zu Geschichte, Stadt, Sprache und Kunst erarbeitet und zusammengetragen haben.

Inhalt

Inhalt

Büro trafo.K
Vorwort: Was heißt Ver_Lernen in der Praxis?

Elke Smodics und Ines Garnitschnig
Im Zwischenraum von Teilhabe und Teilgabe.
Das Projekt „Strategien für Zwischenräume. Neue Formate des Ver_Lernens in der Migrationsgesellschaft“

Nora Sternfeld
Was wächst in Zwischenräumen?
Ein theoretischer Begriff im Hinblick auf die Praxis

VERLERNEN

Alisha M. B. Heinemann und Maria do Mar Castro Varela
Ambivalente Erbschaften. Verlernen erlernen!

İnci Dirim und Ines Garnitschnig
Wie lernen und lehren in der heterolingualen Schule?

Erol Yıldız
Stadt ist Migration. Urbane Alltagspraxen als Ausgangspunkte für Bildungsprozesse

Aslı Kışlal und Anna Schober
Was wollen wir vom Theater?

Interview mit Erol Yildiz mit Ines Garnitschnig
„Mit der hegemonialen Wissensproduktion radikal brechen“

VERÄNDERN

Rubia Salgado
Is something out of the world order? Fragen zur kritischen Bildungsarbeit in der Migrationsgesellschaft

Interview mit Ayşe Güleç von Elias Berner, Veronika Gaitzenauer und Franziska Kabisch
Das Protokoll unterlaufen und das Unsagbare bezeichnen

Interview mit Arif Akkılıç und Ljubomir Bratić von Antonia Fätkenheuer und Frank Schuller (Ausschnitt)
„ … das die Politik des Sammelns eine andere wird“

Interview mit Aslı Kışlal von Karla Schmutzer, Christine Nagy und Letafat Tavakoli (Ausschnitt)
„Wenn ich Theater mache, führt mich mein politisches Bewusstsein und wenn ich mich mit der Welt beschäftige, hilft mir mein Theatermacherin-Sein“

Interview mit Rubia Salgado von Nina Geschl und Fabio Otti (Ausschnitt)
„Es fehlt Dissensfähigkeit in dieser Gesellschaft

VERSAMMELN

Regina Wonisch
Archive als Orte emanzipatorischer Bildungsprozesse

Ljubomir Bratić
Auf dem Weg zu einem Archiv der Migration

Renate Höllwart
Das Archiv für emanzipatorische Praxen

Autor_innen

Vorwort

Vorwort

Was heißt Ver_Lernen in der Praxis?

Lernsituationen so zu gestalten, dass sie Wege eröffnen, sich selbst und die Welt anders und neu zu verstehen und sich so auf ein Außen auswirken – das macht Bildungsprozesse aus. Und Bildung in diesem Sinne zu ermöglichen ist ein zentrales Anliegen emanzipatorischer Bildungsarbeit. Doch wie können Bedingungen geschaffen werden, unter denen dies für alle an einem Bildungsprozess Beteiligten gelingen kann? Was braucht es dazu? Und welche – mehr oder weniger bewussten – Glaubenssätze, Logiken, Routinen, Umgangsweisen, Hierarchien und Strukturen müssen wir dazu in Frage stellen? Was müssen wir also verlernen, wenn wir lehren und wenn wir lernen?

Wir leben in einer Migrationsgesellschaft, die von Differenzen und Machtstrukturen entlang von sozialen Unterschieden und Unterscheidungen durchzogen ist. Jede_r, der_die mit Schule zu tun hat, erfährt das und handelt alltäglich in Räumen, in denen unterschiedliche Sichtweisen, Erfahrungen und Sprachen aufeinandertreffen. In jedem Klassenzimmer finden sich Widersprüche und Unterschiede versammelt: individuelle Differenzen, unterschiedliche Lebensgeschichten, familiäre und soziale Lagen und Tradierungen und unterschiedliche Erfahrungen von Ein- und Ausschluss, von Selbstverständlichkeit und Befremdung. Auch sind nicht alle Schüler_innen vor dem Gesetz gleich. So können etwa nicht alle Jugendlichen im Klassenzimmer ab 16 wählen.

All das erfordert dauernde Aushandlungsprozesse. Und es kann auch mal zu Konflikten führen.

Bildungsräume sind also in mehrerlei Hinsicht Kontaktzonen. Das ist anstrengend, aufregend, aufreibend und dabei oft voll erstaunlicher, schöner und unerwarteter Momente. Allerdings sind die bestehenden Schulbücher, Lehr- und Lernformate und Materialien für den Unterricht keineswegs so selbstverständlich heterogen wie der Alltag im Klassenzimmer. Doch „Vielheit“, schreibt Mark Terkessidis, „ist kein lästiges importiertes Problem, sondern schlicht die Ausgangslage, die es zu gestalten gilt.“ (Terkessidis 2010, S. 12)

Um dieser Prämisse zu folgen, scheint es notwendig, einige gewachsene Selbstverständnisse des Lehrplans in Frage zu stellen. Denn offene Lernsituationen, die imstande sind, Bildung, Kultur und Gesellschaft so selbstverständlich plural zu verstehen wie der Alltag längst ist, müssten durchaus auch lernen, ihre eigenen Ausschlüsse und Verengungen, Bevorzugungen und Benachteiligungen zu verlernen. Sie müssten, wie Paul Mecheril schreibt, „dominante Zugehörigkeitsordnungen“ verschieben (Mecheril 2004, S. 223).

Diese Ausgabe des schulhefts geht auf ein Projekt zurück, das sich unter dem Titel „Strategien für Zwischenräume“ diesen Herausforderungen stellen wollte und nach Formaten für die Praxis suchte.1 Gemeinsam mit Jugendlichen, Lehrenden, Künstler_innen, Historiker_innen, Bildungsinstitutionen und antirassistischen Organisationen arbeiteten wir ein Jahr lang daran, besser zu verstehen, wie ein solches Ver_Lernen in der Migrationsgesellschaft aussehen könnte. Fragen, die sich uns stellten, waren: Wie können wir der Delegitimierung von marginalisiertem – v. a. migrantischem – Wissen entgegenwirken?

Was sind konkrete Strategien, um vorherrschende Wissensformen im Bildungsalltag zu unterlaufen? Und wie können Formate des Lernens neue Perspektiven auf Geschichte, Stadt, Sprache und Kunst eröffnen? Der vorliegende Sammelband ist eines der Ergebnisse dieses Prozesses.

Viele der Texte basieren auf einer Ringvorlesung, die in den Räumen der Arbeiterkammer stattfand. In diesem Rahmen hatten wir zwei Semester lang die Gelegenheit, Fragen zu vertiefen und Ansätze zu diskutieren. Die Beiträge sind Ergebnisse dieses und vieler weiterer Diskussionsprozesse. Sie werden durch Ausschnitte von Interviews ergänzt, die Studierende des Instituts für das künstlerische Lehramt der Akademie der bildenden Künste Wien in Seminaren von Maria Hündler und Renate Höllwart mit den Vortragenden geführt haben.

Nach einführenden Texten, die das Projekt vorstellen, ist der Band in drei Abschnitte unterteilt, die jeweils unterschiedliche Gewichtung auf unsere Themenschwerpunkte Geschichte, Stadt, Sprache und Kunst legen: Unter dem Titel Verlernen werden Kritiken an bestehenden Selbstverständnissen aus der Perspektive der postkolonialen Theorie, der Sprachwissenschaft, des kritischen Urbanismus und des postmigrantischen Theaters formuliert. Das Kapitel Verändern widmet sich politischen und pädagogischen Handlungsräumen. Der letzte Teil mit dem Thema Versammeln fragt nach Potentialen von Archiven und Archivpolitiken für alternative Wissensformen und Lernpraxen. Er endet mit einer Vorstellung des Archivs für emanzipatorische Praxen, das im Rahmen des Projekts entstanden ist und Strategien für die pädagogische Praxis in der Migrationsgesellschaft vorstellt. Nachdem der Band also Begriffsklärungen und Selbstverortungen an den Schnittstellen von Theorie und Praxis vornimmt, präsentieren wir hier das, was sich auf der Suche nach dem Ver_lernen für die Praxis ergeben hat: Materialien, Anregungen für Workshops, Praxisbeispiele und Unterrichtsvorschläge. Das Ende des Buches ist also zugleich erst richtig konkret und offen. Es verweist auf eine Website als Archiv, eine wachsende Sammlung von Wegmarkierungen, Erfahrungen und Modellen, die uns beeindruckt haben – eben Strategien für Zwischenräume.

Büro trafo.K – Ines Garnitschnig, Renate Höllwart, Elke Smodics und Nora Sternfeld

 

1 Das Projekt ist gefördert aus den Mitteln von SHIFT. Das Teilprojekt Ringvorlesung und Publikation wird finanziert von der AK–Wien und erfolgt in Zusammenarbeit mit dem schulheft.

 

 

AutorInnen

AutorInnen

Arif Akkılıç arbeitet als Kurator und Jugendarbeiter mit dem Schwerpunkt Migration. Er war Mitglied des Ausstellungsteams „Gastarbajteri. 40 Jahre Arbeitsmigration“ der Initiative Minderheiten im Wien Museum 2004. Gemeinsam mit Ljubomir Bratić organsierte er die Kampagne „Für ein Archiv der Migration, jetzt!“ im Rahmen der WienWoche 2012. Er ist Initiator und Mitglied im Arbeitskreis Archiv der Migration sowie Mitarbeiter von „Migration sammeln“, Sammel- und Dokumentationsprojekt für das Wien Museum im Auftrag der MA 17.

Ljubomir Bratić ist Philosoph, Sozialarbeiter und Migrationsforscher. Er war Mitglied des Ausstellungsteams „Gastarbajteri. 40 Jahre Arbeitsmigration“ der Initiative Minderheiten im Wien Museum 2004 und des Kurator_innenteams des Projektes „Verborgenen Geschichte/n – remapping Mozart“ im Mozartjahr 2006. Gemeinsam mit Arif Akkılı. organisierte er die Kampagne „Für ein Archiv der Migration, jetzt!“ im Rahmen der WienWoche 2012. Er ist Initiator und Mitglied im Arbeitskreis Archiv der Migration sowie Mitarbeiter von „Migration sammeln“, Sammel- und Dokumentationsprojekt für das Wien Museum im Auftrag der MA 17. Er publiziert zu Migrationsgeschichte, Antirassismus und Aktivismus.

Maria do Mar Castro Varela ist Professorin für Allgemeine Pädagogik und Soziale Arbeit an der Alice Salomon Hochschule. Sie ist Diplom-Psychologin, Diplom-Pädagogin und promovierte Politikwissenschaftlerin. Von Oktober 2015 bis September 2016 war sie Senior Fellow am Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM), Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Postkoloniale Theorie, Kritische Migrationsforschung, Critical Education, Gender und Queer Studies. Zurzeit arbeitet sie zum pädagogischen Umgang mit den Folgen historischer Gewalt.

İnci Dirim ist Professorin für Deutsch als Zweitsprache an der Universität Wien. Forschungsschwerpunkte sind individuelle und gesellschaftliche Mehrsprachigkeit, Didaktik der (migrationsspezifischen) Mehrsprachigkeit, Sprachstandsdiagnostik, bilinguale Bildung (Deutsch und Migrationssprachen), migrationspädagogische Zugänge zu sprachlicher Bildung und Sprachförderung.

Ines Garnitschnig ist Psychologin und arbeitet als freie Wissenschafterin sowie seit 2013 bei Büro trafo.K an wissenschaftlichen und Vermittlungsprojekten. Schwerpunkte ihrer Forschung sind kritische Migrationsforschung, Spracherwerb und Mehrsprachigkeit, Bildung und Bildungspolitik sowie historische Bezüge von Jugendlichen. Sie hat zuletzt u.a. an Projekten zu Mehrsprachigkeit und diskriminierungskritischen Perspektiven im Kindergarten sowie zu emanzipatorischen Praxen in Bildungsprozessen mitgearbeitet.

Ayşe Güleç arbeitet als Diplom-Sozialpädagogin/Sozialarbeiterin im Kulturzentrum Schlachthof in Kassel. Ihre Schwerpunkte sind Migration, Bildung und kulturelle Bildung. Sie ist in selbstorganisierten Initiativen und Netzwerken – u.a. im Kontext von Migration, Anti-Rassismus sowie in der Initiative „Aktionsbündnis NSU-Komplex auflösen“ – aktiv. Sie entwickelte den documenta12-Beirat und war dessen Sprecherin und war Mitglied der Maybe Education Group für die dOCUMENTA (13), bildete „worldly companions“ für die Kunstvermittlung aus und war am Konzept für das Studio d(13) für Kids & Teens beteiligt.

Alisha M.B. Heinemann hat an der Universität Hamburg in der Erwachsenenbildungswissenschaft promoviert und arbeitet aktuell als Postdoc-Universitätsassistentin im Arbeitsbereich Deutsch als Zweitsprache der Universität Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Kritische Migrationsforschung, Deutsch als Zweitsprache in der Schule und Erwachsenenbildung, Literalitäts- sowie Adressatenforschung.

Renate Höllwart ist Vermittlerin mit den Schwerpunkten Zeitgeschichte, zeitgenössische Kunst und öffentlicher Raum. Sie ist Gründungsmitglied von Büro trafo.K, Vorstandsmitglied von schnittpunkt und Co-Leiterin des ecm-Masterlehrgangs für Ausstellungstheorie und -praxis an der Universität für angewandte Kunst Wien und lehrt am Institut für das künstlerische Lehramt der Akademie der bildenden Künste Wien.

Aslı Kışlal ist Schauspielerin, Regisseurin, Dramaturgin. Nach ihrer Schauspielausbildung hatte sie zahlreiche Engagements in Österreich und Deutschland und war Ensemblemitglied des Theaterhauses Stuttgart. Sie ist Gründerin des Jugend- und Kulturvereins Echo und seit 2004 künstlerische Leiterin des Kunst- und Kulturvereins „daskunst“ (2007 Gewinner des Theaterfestivals Spectrum „best of(f) Austria“) und von 2009/10 des Theater des Augenblicks. Sie ist Mitinitiatorin und Kuratorin der Projektreihe „Pimp My Integration“ und leitet seit 2013 das Performance- und Theaterlabors diverCITYLAB.

Bonaventure Soh Bejeng Ndikung ist freier Kurator und Biotechnologe. Er ist Gründer und künstlerischer Leiter des Kunstraumes SAVVY Contemporary Berlin (ein Labor für konzeptuelle künstlerische Produktionen sowie ein Ort der kritischen Reflexion, des Austauschs, der Befragung und der Erforschung der Wechselbeziehungen zwischen dem sog. „Westlichen“ und „Nicht-Westlichen“) sowie Chefredakteur von SAVVY Journal. Als a.o. Professor lehrte er an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel postkoloniale und dekoloniale Theorie und Kunst.

Rubia Salgado ist Erwachsenenbildnerin, Kulturarbeiterin und Autorin mit den Schwerpunkten kritische Bildungs- und Kulturarbeit in der Migrationsgesellschaft. Sie arbeitet in Forschungs- und Entwicklungsprojekten in der Erwachsenbildung für Migrant_innen, als Unterrichtende (Deutsch als Zweitsprache, Alphabetisierung, Kulturvermittlung) und in der Aus- und Weiterbildung von Lehrenden in der Bildungsarbeit mit Migrant_innen in maiz. Sie ist Mitgründerin der Selbstorganisation maiz – Autonomes Zentrum von und für Migrantinnen und ist als externe Lektorin an Universitäten und Hochschulen tätig.

Anna Schober ist Dramaturgin, Regisseurin, Produktionsleiterin, künstlerische Leiterin, Regieassistentin. Studium Theater-, Film- und Medienwissenschaft und Französisch in Wien und Lyon. Arbeitete unter anderem für: GARAGE X/WERK X, daskunst, Volkstheater Wien, Sommerspiele Melk, Wiener Metropol, Herrenseetheater, Filmhof Asparn, Sommerszene Salzburg, Tanzquartier Wien, Theater Brauhaus Litschau, Schrammel.Klang.Festival., wellenklaenge, Fehl-t am Platz. Regiedebut 2012 bei den Sommerspielen Melk mit Dario Fos „Zufälliger Tod eines Anarchisten“. 2015 Regie im WERK X–Eldorado von Ascanio Celestinis „Schwarzes Schaf“. Seit 2013 Dramaturgin bei diver-CITYLAB.

Elke Smodics ist Kommunikationskuratorin mit den Schwerpunkten zeitgenössische Kunst, Feminismus und Partizipation in Kunst und Kunstvermittlung. Ein Fokus ist dabei die Entwicklung von Vermittlungstools und Arbeitsmaterialien für antidiskriminierende, emanzipatorische Bildungsprozesse. Sie ist Gründungsmitglied von Büro trafo.K und Vorstandsmitglied der IG Bildenden Kunst. Sie kuratiert partizipative Ausstellungen sowie Projekte im öffentlichen Raum und ist Lehrbeauftragte zu queer-feministischen, transdisziplinären Vermittlungsstrategien.

Nora Sternfeld ist Kunstvermittlerin, Kuratorin und Theoretikerin. Sie ist Professorin für Curating and Mediating Art an der Aalto University in Helsinki, Mitbegründerin und Vorstandsmitglied von schnittpunkt und Co-Leiterin des ecm-Masterlehrgangs für Ausstellungstheorie und -praxis an der Universität für angewandte Kunst Wien. Sie ist Gründungsmitglied von Büro trafo.K und publiziert zu zeitgenössischer Kunst, Vermittlung, Ausstellungstheorie, Geschichtspolitik und Antirassismus.

Regina Wonisch ist Historikerin, Museologin und Ausstellungskuratorin. Sie ist Mitarbeiterin des Instituts für Wissenschaftskommunikation und Hochschulforschung der Fakultät für interdisziplinäre Forschung und Fortbildung der Universität Klagenfurt in Wien und Leiterin des Forschungszentrums für historische Minderheiten in Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Migrationsforschung, Museologie und Genderforschung.

Erol Yıldız studierte Pädagogik, Soziologie und Psychologie an der Universität zu Köln. Er promoviert 1996 im Fach Soziologie. 2005 habilitierte sich Erol Yıldız an der Universität zu Köln für das Fach Soziologie und war Gastprofessor in Luxemburg, München und Wien und hatte Vertretungsprofessuren in Hamburg und Köln. Von 2008–2014 war er Professor für „Interkulturelle Bildung“ an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und seit 2014 ist er Professor für „Migration und Bildung“ an der Universität Innsbruck. Seine Forschungsschwerpunkte sind Migration, Postmigration, Diversität, Bildung, Urbanität.

 

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